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Hooponopono mit einem Fußball Fan


Aus dem newsletter Juli 2012.


Europameisterschaft 2012. Deutschland gegen Griechenland. Wir sitzen bei einem griechischen Lokal in Taufkirchen. Drin rund 50 Griechen, draussen im kleinen Biergarten rund 30 Deutsche. Die Nationalhymnen. Alle Griechen stehen strahlend auf und singen lauthals. Die Deutschen bleiben entweder still oder im beiläufigen Gespräch mit den Tischnachbarn.

Ein Fan hinter uns regt sich auf. „Soll ich mich schämen oder was?!“ Diesen Satz hören wir in der ersten halben Stunde rund 5 mal. Stets mit Aggression im Ton. Ich frage mich, welcher Schmerz dahinter ist. Das 1:0 für Deutschland fällt. Jubel. Der besagte Fan geht provokant ins Lokal. Mit erhobenen Armen demonstriert er Stolz. Und wieder der Satz beim rausgehen: „Soll ich mich schämen oder was?!“

Widerstand in mir. Ich will hier doch nur Freude haben. Der gewöhnliche Verstand und Lauf der Dinge liegt nahe. Wir urteilen über etwas im Aussen, fühlen als Folge unangenehm und fühlen uns gewissermassen abhängig oder der äusseren Kulisse ausgeliefert. Wir könnten uns aufregen und uns selbst Minuten oder einen ganzen Tag vermiesen. Denn die erzeugten Gefühle haben wir dann selbst, niemand sonst. Diese "Möglichkeit" haben wir meist täglich in irgend einer Form. Kennst du das?

Da mich die Situation etwas bedrückt, und ich einen freudigen Abend erleben möchte, gehe ich ins Hóoponopono. Ich tauche in mein Herz. Erst suche ich alles, was ich in meinem Herzen zu der Situation finde. Denn ich weiß, die Welt da draussen ist meine Welt. Was finde ich zu dem Fan in mir. Ich bewege mich durch die 4 Sätze.

„Es tut mir leid, dass ich dich und deinen Schmerz noch nicht verstehen kann. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Danke für die Transformation.“
sage ich in Gedanken.
„Es tut mir leid, dass wir Deutschen oft nicht so frei in der Freude für
unser Land sind, wie andere. Ich verzeihe mir. Ich liebe mich. Danke.“

Bei jedem Danke werde ich mir bewusst, dass alles Energie ist und sich nun dieses Thema in seinen Hintergründen lösen darf. Ich setze Ursachen. In dem Bewusstsein, dass alles Wirkung hat. Alles ist Ursache und Wirkung.

Nachdem ich viele Sätze in mir gefunden habe, versetze ich mich in den Fan hinein. Was würde mich bewegen, mich so zu verhalten, wenn ich er wäre?
Dann suche ich wieder in meinem Herzen und vertraue jedem Impuls. Ich finde einiges aus "seiner" Sicht. Unter anderem:

„Es tut mir leid, dass wir Deutschen uns immer noch schämen sollen und ich dagegen rebelliere. Bitte verzeiht mir. Ich liebe euch. Danke.“
Die Mantra-Ähnlichen Sätze bringen Ruhe in mein Gemüt und führen mich immer tiefer ins Jetzt und ins Gewahrsein.

„Es tut mir leid, dass auch meine Familie von der deutschen Vergangenheit betroffen ist. Bitte verzeiht mir. Ich liebe euch. Danke.“

Ich suche weiter in mir. Was wäre in mir, wenn ich so provokant auftreten würde wie dieser Fan? Ebenso mache ich mir kurz bewusst, wo ICH provokant auftrete. Alles ist auch ein Spiegel von uns.
Da kommt es:
„Es tut mir leid, dass ich die Liebe zu meinem Heimatland mit so wenigen teilen kann.“
Bei diesem Satz finde ich tiefe Berührtheit in mir und zu dem Fan.
„Ich verzeihe mir. Ich liebe mich und dieses Land. Danke für das Wunder.“ Innerlich sage ich noch zu dem Fan „Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Danke.“ In der höchsten Wahrheit ist er ein Teil von mir. Meine Projektion. Und ich will mich selbst lieben. Alles in mir.

So lasse ich es. Nur 2-3 Minuten waren vergangen inzwischen. Niemand sieht, dass ich nicht nur Fußball schaue.

Im Hóoponopono geht es nicht darum, was der FAN sagen würde – ich schaue in MEINEM Herzen, was ich dort finde, wenn ich er wäre. Es gibt kein Richtig und Falsch. Nur meine Resonanzen zu diesem Menschen und zu dieser Situation. Denn was in meiner Welt erscheint, hat mit mir zu tun. Und wenn etwas bedrückende Gefühle in mir weckt, dann nur, weil ich Resonanzen dazu habe. Sonst wäre es nicht. Das gilt in diesem Vergebungsritual hawaiianischen Ursprungs für ALLE Lebenssituationen und Kulissen. Und nur in mir liegt die Lösung. Das ist die absolute Sicht im Hóoponopono. Ebenso wie in der Quantenheilung.

Den Satz „Soll ich mich schämen oder was?!“ höre ich an diesem Abend nicht mehr von dem Fan. Bei anderen, ebenfalls noch etwas aggressiven Einwürfen von ihm fühle ich mich weich und ruhig. Ich bin im Frieden mit ihm und der Situation. Ich denke kurz darüber nach, dass ich in Wahrheit nur mit einem Aspekt meiner Selbst in Frieden gekommen bin.

Halbzeit. Ich komme mit besagtem Fan in ein „fachmännisches“ Fußballgespräch. Wir flachsen, fachsimpeln und lachen auch miteinander. Er wirkt weich für mich. Er lädt mich auf ein Bier ein. In der zweiten Halbzeit sucht er immer wieder kurzen, jetzt aber freudigen Austausch mit mir. Obwohl das Spiel noch lange nicht entschieden ist. Hat sich nur meine Projektion, meine Wahrnehmung von ihm verändert? Hat sein Wesen die stillen Schwingungen meines Herzens und meiner Gedanken aufgenommen? Beides ist wahr.

Wir gewinnen. 4:2. Mir fällt auf, dass viele Griechen freundlich zu ihm sind, ihn offbar kennen aus der Kneipe. Mich verabschieden sie beim Durchgang durch die Kneipe wertschätzend, sportlich. Mit warmen Klappsen auf meine Schulter. Ich mag die Griechen. Mir ist warm ums Herz und ich bin dankbar, solche Wege des Bewusstseins zu kennen. Wie der Abend gelaufen wäre, wenn ich diese innere Übung nicht gemacht hätte, stellt sich mir erst jetzt, wo ich darüber schreibe. Ich werde es nicht erfahren. Und es ist auch nicht wichtig für mich. Ich weiß nur, dass ich den von mir erlebten Abend für mich beseelt habe. Und das machte ihn so schön für mich. Danke.

Wenn du mehr über Hóoponopono und Quantenheilung erfahren möchtest, kannst du hier tiefer in die Thematik eintauchen.




 

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Letzte Änderung: 11. October 2017
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